Man hört und liest fast nichts von einem spitzen Motorrad!!

 

Wieso man in den Zeitungen und im Net nicht viel von der brandneuen BETA RR350 liest, verstehe ich eigentlich wirklich nicht! Am Wochenende fuhren, der neue Beta RR350 Treiber  Halsmeyer Andreas/NÖ und meine Wenigkeit, mit zwei RR350 und einer RR400, beide Modellreihe 2011 nach Nagyceng/HU. Wir wollten testen ob die kleine definitiv wendiger, agiler und trotz der 50ccm weniger, Leistungsstark ist, wie sie von BETA promotiert wir.

Was wir auf jeden Fall gleich nach den ersten Tests auf der fast asphaltmäßigen Crossstrecke bemerkten, Leistung geht keinem ab, sie lässt sich unten sehr seidig fahren, und dreht in Höhen rauf mit einer Leistungsentfaltung wie bei einer Cross, wobei das Drehmoment nicht verloren gegangen ist. Das Fahrwerk könnte für diese Streckeneigenschaft zwar etwas härter ausfallen, aber wir fahren ja Enduro;-)  

Anschließend gings gleich, in den mittlerweile kompl. ausgefahrenen und zerbombten Endurobereich. Plomben von den anderen Fahrern müssen unzählige herumliegen, so hartgefahren sind die Brems- und Beschleunigerwellen. Jedoch das orig. Fahrwerk steckt die Strecke weg, einfach fantastisch wie die Marzocchi 50mm Gabel  arbeitet. Ebenfalls die Trialstrecke lässt sich unbeschwert bewältigen, also kein Problem mit Drehmoment oder ähnlichem, der Motor geht auch unten fest. Was den Unterschied der 350er zur 400er ausmacht, ist wirklich dieses spielerische Handling einer kleinen 250 bzw. 300er.  Man kann sie extrem flott in den engen Singeltrails bewegen, ohne irgendwie mit Kraft sie um jeden Baum zu drücken, eine kleine Belastung am richtigen Fußraster, und die Kurve ist eingeleitet. Leider ist sie nur um 1,5 Kilo leichter als ihre größere Schwester und hat in der Klasse um 300-350ccm eher nicht die Nase vorne, aber vielleicht ist das das Rezept für dies wirklich gute Motorrad. Das Chassis ist ident mit der 400-520 Version. Fazit, ein wirkliches Spaßgefährt zum noch leistbaren Preis!

 

BETA Rally 450 2011

Ivan Boano 4 Pl. Pharaonenrally

 

 Beta zurück in Italien

Seit dem ich Betahändler bin, erwarte ich die ersten Vorführer sehnsüchtig, jedoch, wie alle Jahre, machen die größeren Firmen in Italien Augustferien. Unser großer Betatest in Italien war aber terminlich schon angesetzt, also hoffte ich, die 2Stk 400RR 2011 kommen noch rechtzeitig. Um keine bösen Überraschungen zu erleben, ließ ich die Motorräder sicherheitshalber zu unserem Testgelände in Italien anliefern! Erst mussten sie mal entdrosselt werden, das aber recht einfach für jedermann ist. Kat raus, Vergaseranschlag und Abgasrückführung weg. Für beide Modelle entschied ich mich den verkleinerten Kabelbaum (großer Lichtschalter und Blinkerkabel fallen weg) zu montieren, leider fällt so auch der Tacho weg, den ich aber mittlerweile auf den kleinen Kabelbaum angehängt habe, da die Kilometer und Betriebsstd. beim Endurieren doch interessant sind. Weiters montierte ich bei einer, statt einem 50Z Kranz einen Talon mit 52Z und die Michelin wurden gegen Mitas C10, und EF06 getauscht, die richtige Reifenwahl für Hardenduro. So, nu nach ca 1,5h war die Betas reif für die ersten Tests. Endlich hatte ich nach langer Zeit wieder einen E-Starter, denn meine umgebauten YZs mussten ja gekickt werden. Ein Druck auf des Startknöpli und des Werkl lief, Anfangs hört man ein leichtes Klackern des hydraulisch unterstützen Steuerkettenspanners, das sich aber nach ein paar Sekunden verabschiedet! Los gehts mal auf der Straße, Richtung unserer Einfahrgeländestrecke, die RR ist mit dem 6 Ganggetriebe super Übersetzt, geht ohne Problem 150km/h, also auch etwas um mal auf ein Eis oder zum Wirtn zu bledern. Das Fahrwerk, 50mm Marzocchi und Sachs Dämpfer,  ist am Anfang noch ein wenig bockig, jedoch nach ca. 20km spricht die Gabel seidig an und das Federbein arbeitet unscheinbar, ein wenig den Rebound am Federbein verstellt und fertig ist das Renngerät. Jetzt konnten wir den RRs die Sporen geben. Auf einem ehemaligen EM Endurotestgelände versuchten wir die Grenzen des Fahrwerks auszutesten, und wir waren ganz erstaunt, das sie auch auf den schnelleren Wiesentables sehr gut zurecht fanden (erheblich straffer als die 10er Modelle), die angespitzen Sprünge nahm sie mit sanften Durchschlagen, jedoch würde bei diesen Sprüngen die Crossfahrwerke auch leicht ins straucheln kommen, die italiensche Diva ist halt eine Enduro! Was uns ein bisschen negativ auffiel, war leider die nicht perfekt trennende AJP Kupplung bei beiden Modellen, der Leerlauf ging nur schwer rein, obwohl in der 11er schon eine modifizierte Kupplung verbaut wurde. Somit musste ich selbst Hand anlegen und mal in die Trickkiste greifen. Andere Stahlbeläge, eine Magura Kupplungsgeberarmatur und eine kleine Änderung am Inner Hub! . Jetzt trennt sie und geht auch leichter zum ziehen, denn bei den jetzigen Rennen wo, unzählige LKW Reifen, Betonrohre etc. in der Gegend herumliegen und man weiß nicht ob man sich nicht auf nen Triallauf verirrt hat, kommt einem eine Kupplung die sich durch den Fahrtwind bei 200 selbst zieht, sehr entgegen. Aber vielleicht bin ich auch nur ein Weichei der keine Kraft hat? Am zweiten Tag gings mit "Weicheikupplung" auf eine recht anstrengende und lange Auffahrt, der Motor kocht auch bei schwer zu fahrenden erzbergähnlichen Terrain nicht, also ist der Lüfter vorerst auch nicht nötig, wahrscheinlich ist der neue Kühlerdeckel mit erhöhter bar zusätzlich dafür verantwortlich. Der Motor lässt sich in unteren Drehzahlen wie ein kleiner 250ig 4Takt WR Motor fahren, zieht aber von unten richtig kräftig raus und hämmert bis in hohe Drehzahlen mächtig rauf, man glaubt eigentlich das man auf ner 450iger sitzt. Das Leistungspotenzial ist enorm, und macht bei den langen Auffahrten richtig Spaß. Die schwierigen Stein und Wurzenauffahrten lassen sich mit einer extrem niedrigen Drehzahl bewältigen, der Motor schnappt nicht ab und zieht sauber und gerade bis zum Gipfel hinauf. Wo viele Hersteller schon auf elektronische Einspritzung pochen, verbaut Beta einstweilen noch Vergaser (wir haben beide Modelle ein bisschen mägerer mit der Nadel und der Gemischregulierschraube eingestellt). Schlecht oder nicht, da streiten sich die Götter, jedoch wenn ich am Berg ein Problem habe, kann ich beim Vergaser mal reingucken ob vielleicht da der Hund versteckt ist, wo ich bei der Einspritzung nur den Laptop auf den Berg raufschleppen muss. Ebenfalls ist ein E-Starter und ein Kickstarter verbaut, was meiner Meinung nach für eine Enduro, wo ev. auch mal nach langem Starten die Batterie den Geist aufgibt, sich des Töff auch mit dem Kicker zum leben erwecken lässt, von Vorteil ist! Der Motor lässt sich vergleichsweise zu den Konkurrenten sehr trailmäßig fahren, in unteren Drehzahlen kann man extrem easy, z.b. quer liegende Baumstämme, in Trialmanier nehmen, man fährt schwierige Auffahrten ganz anders, einfach, einfacher an! Optisch hat sich die italienische Diva zu den Modellen mit den KTM Motoren (09)schon ein wenig, leider für kleinere Leute ist die Sitzhöhe (940cm) ein bisschen höher, jedoch für normal gewachsene Fahrer 172-cm, ist die Sitzposition perfekt, verändert. Die Gabelbrücke hat seit heuer auch eine 6fach verstellbare Lenkerposition, die Sitzbankarretierung wurde verändert, sowie der Überzug verstärkt. Ich hab ihn aber trotzdem zerstört, soll aber nix heissen;-). Die weiteren Tage wurden die Fzg. untereinander getauscht um so die Vor- oder Nachteile, der neuen Beta auf den verschiedenen Fahrer zu testen, und am Abend die positiv- oder negativen Erfahrungen im Büro untereinander auszutauschen..

Benno Granate, ambitionierter Sportfahrer KTM 450EXC 05": Nachdem ich in meiner 450er KTM ne Sölva drinne hab, ist der Vergleich eigentlich nicht fair, aber ich muss sagen, die Marzocchi ist nicht von schlechten Eltern, der Motor geht seidiger und ermüdungsfreier als mei 450er, aber nachdem sich jetzt eh die Kopfdichtung bei der Orangen verabschiedet hat, ists vielleicht ein Wink mit dem Zaunpfahl? Mal schaun, ich war echt begeistert.

Charly, ehem. Amateurenduromeister Beta 400 05": Hoho, was die anderen ned wissen, eine von de zwa Betas is jo eigentli eh scho meine, ich hab nur gehofft das die Bananen mein neues Töff ned glei verschrottn. Ich hab die 10er ausprobiert, und hab gleich gewusst, des is mein neues Gerät, die alte 400er Beta bekommt mein Sohn, und ich greif in den Sack und fahr wieder a paar Rennen mit der Neuen.

Guiseppe Baguette, ehem. Enduromeisterschaftsfahrer Yamaha WR290F 07": Es mochts mi deppad, do lossts mi mit wos foarn, damit i ma den Mund wassrig mach. Der große Unterschied zu meiner ist die spielerische Wendigkeit, obwohl ich ja eigentlich des kleinere und leichtere Mopped hab, komisch? Der Motor ist ebenfalls eine feine Sache, ans höhere Gewicht und die Sitzhöhe müsst ich mich als Zwerg erst gewöhnen.

Stefano, aufsteigender Sportfahrer Yamaha YZ250F 09" orig.: Na jetzt is ma alles kloar warum i bei den Stein und Wurzenwegerln  immer so fertig bin, und es da wie auf einer Jausenausfahrt foarts, mir reißts mit dem Fahrwerk den Lenker von links nach rechts. Irritiert hat mich der Unterschied im Gewicht zu meiner, jedoch mit dem Fahrwerk und dem Motor der untertourig echt fein geht, lässt sich die Beta wirklich schön und auch flott fahren. Wäre interessant wie sie sich auf ner richtigen Crosstrecke bewegen lässt, wo ich halt öfters bin. Eine echte alternative als Zweitmopped für mich, wenn des Geld abgeschafft wird;-)

Michl, ambitionierter Sportfahrer TM450F 09": Na fein is sie schon zu fahren, ich wollt jedesmal das der Hippi mit meiner fahrt, und er sich damit abplagt, des liegt super und lässt sich wi a Mopped fahren.

Pöz, ehem. Enduromeisterschafts- und Rimatocupfahrer KTM EXC450 04": Na, ned bös sein, i hock mi ned auf die Gurkn, denn wenn ma des fahrn taugt, hab ich an Ehekrieg und Hausverbot. Bitte ned, i bleib auf meiner Dosn sitzen

Hippi, ehem. ungar. Enduromeister, Six Daysfahrer: Ich selbst war echt überrascht wie spielerisch sie sich in dem harten Gelände bewegt, bis dato hab ich nur mehr YZs kompl (Erzbergtauglich) umgebaut gefahren, aber endlich wieder ne Zulassung, Licht und Starter, und der echt gute Preis den Beta anbietet war eine Überzeugung! Leider hat sich die Helmkamera gar nicht mehr aufdrehen lassen und deswegen gibts kane Videos! Jetzt bin ich auf der Suche nach einer neue Kamera;-(


BETA RR 400 4T 2011

.

TECHNISCHE DATEN

Modelljahr 2011, Stand: 01.07.2010

DAS TRIEBWERK

Bauart

Einzylinder-Viertaktmotor

Kühlsystem

Flüssigkeitsgekühlt

Motorschmierung

Druckumlaufschmierung mit 2 Ölpumpen

Hubraum

398 cm³

Bohrung x Hub

95 x 56,2 mm

Verdichtung

12,4 : 1

Ventilsteuerung

DOHC

Ventile pro Zylinder

4

Gemischaufbereitung

Keihin MX-FCR 39 Vergaser

Auspuffsteuerung

.

Abgasreinigung

Sekundärluftsystem

Abgasnorm

Euro-3

Leistung

Keine Angabe

Drehmoment

Keine Angabe

Anlasser

Elektro- und Kickstarter

DIE KRAFTÜBERTRAGUNG

Kupplung

Mehrscheiben im Ölbad, hydraulisch betätigt

Getriebe

6-Gang

Primärübersetzung

31/73

Sekundärübersetzung

15/45

Getriebeübersetzungen

12/31, 15/28, 19/28, 20/24, 27/27, 28/24

Endantrieb

X-Ring-Kette

Höchstgeschwindigkeit

Keine Angabe

DAS FAHRWERK

Rahmenbauart

Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen mit doppelten, geschlossenen Unterzügen und angeschraubtem Alu-Rahmenheck

Lenkkopfwinkel

Keine Angabe

Nachlauf

Keine Angabe

Vorderradaufhängung

50 mm Marzocchi Upside-Down-Teleskopgabel,
Federbasis, Zug- und Druckstufe einstellbar

Federweg vorn

290 mm

Bremsanlage vorne

1 Scheibe, Ø 260 mm, 2 Kolben

Felgengröße vorne

1.60 x 21

Bereifung vorne

90/90 - 21

Hinterradaufhängung

Alu-Kastenschwinge mit Sachs Zentralfederbein mit Umlenkung,
Federbasis, Zug- und Druckstufe einstellbar

Federweg hinten

290 mm

Bremsanlage hinten

1 Scheibe, Ø 240 mm, 1 Kolben

Felgengröße hinten

2.15 x 18

Bereifung hinten

140/80 - 18

DIE ELEKTRIK

Zündung

AC-CDI

Drehstromgenerator

Keine Angabe

Batterie

Keine Angabe

DIE DIMENSIONEN

Gesamtlänge

2.290 mm

Gesamtbreite

820 mm

Gesamthöhe

1.490 mm

Radstand

1.490 mm

Bodenfreiheit

320 mm

Sitzhöhe

940 mm

Trockengewicht

115,2 kg

Leergewicht (fahrfertig)

Keine Angabe

Gewichtsverteilung

Vorne 50% / Hinten 50%

Zulässiges Gesamtgewicht

286 kg

Tankinhalt inkl. Reserve

8,0 Liter (Benzin Super Bleifrei)

Ø Verbrauch auf 100 km

Keine Angabe

DIE AUSSTATTUNG

Besonderheiten

Inklusive Umrüstteile für Offene Leistung (Offen ca. Keine Angabe bei Keine Angabe u/min.), dann Wettbewerbsmodell ohne Straßenzulassung
SuperMoto-Felgen in der Zulassungsbescheinigung eingetragen

Original-Zubehör

Mehr Infos in unserem Online-Shop!

Farben

Weiss

Gewährleistung

24 Monate

Garantie

30 Tage Kulanz

Inspektionsintervall

3 Betriebsstunden, 15 Betriebsstunden, 30 Betriebsstunden usw.

KRad-Steuer pro Jahr

29,45 €

DIE NEUHEITEN 2011

Motor:
Modifizierter Primärtrieb mit Anlasserfreilauf
DLC-beschichtete Zapfen für das Anlassergetriebe mit verbesserten Laufeigenschaften
Veränderte Übersetzung des Anlassergetriebes für leichteren Start
Überarbeitete und verstärkte Kupplungskomponenten mit minimalen Toleranzen für absolut störungsfreien Betrieb unter Last
Verstärkter Kupplungskorb aus neuem Werkstoff
Einbau einer vibrationshemmenden Feder in der Kupplung für gleichmässiges Ausrücken und sanften Kraftschluss
Neue Sicherungen für den Kolbenbolzen mit Haken verhindern Rotation bei hoher Drehzahl
Neue Ventilschaftdichtungen für geringeren Ölverbrauch
Überarbeiteter Spanner für präzisere Spannung der Steuerkette
Optimiertes Kühlsystem für noch stabileren Temparaturhaushalt

 

Fahrgestell:
Neue 50 mm Marzocchi Shiver Telegabel erhöht Stabilität und Lenkpräzision
Unterschiedlich dimensionierte Kolben in der Dämpferkartusche verbessern den Ölfluss mit Vorteilen auf Extremetappen und in technisch anspruchsvollem Terrain
Neue, noch leichtere Gabelbrücken
Die neuen geschmiedteten Lenkerböcke erlauben sechs Verstellmöglichkeiten (2 mehr als in 2010) und somit eine individuelle Anpassung
Neuer, leichterer Rahmen der trotzdem an allen wichtigen Stellen zusätzliche Verstärkungen aufweist
Darüberhinaus kommt das Fahrwerk jetzt in roter Farbe als Reminiszenz an die BETA – Enduromodelle der 70er-Jahre.
Leichtere und stabilere Naben
Neues Multifunktionsinstrument, welches neben den bisher bekannten Funktionen auch die zur Wartung wichtigen Betriebsstunden zählt
Zum Umbau auf Supermoto lässt sich auch der Radumfang programmieren.
Verbesserter AJP-Kupplungshebel mit neuen Buchsen zur stabilen seitlichen Führung
Überarbeiteter Verschlussmechanismus für die Sitzbank. Nach wie vor mit Knopfdruck auszulösen, jedoch stabiler geführt und mit eindeutiger Einrasteposition
Der zweilagige Sitzbezug ist weniger anfällig gegen Krafteinwirkung von aussen
Neues Styling mit neuen Farben
Neuer Luftfilterdeckel mit neuen Schnappverschlüssen. Noch einfacherer Zugang während des Wettbewerbs

 

Ausstattung:
An den roten Rahmen adaptiertes Design. Neu, aber nach wie vor erkennbar BETA
Neuer Wartungsplan mit verlängerten Serviceintervallen